Museum des Pays-d’Enhaut und
Schweizer Zentrum für Scherenschnitt

Im Herzen von Château-d’Œx entführen das Musée du Pays-d’Enhaut und das Schweizerische Zentrum für Scherenschnitt in die faszinierende Welt des früheren Lebens in den Bergen. In rund fünfzehn Räumen erzählen bemalte Möbel, historische Werkzeuge, Kuhglocken, Skier und weitere Alltagsgegenstände Geschichten aus dem Pays-d’Enhaut und lassen die traditionelle Chalet-Atmosphäre lebendig werden.
Ein besonderes Highlight ist die einzigartige Sammlung von Scherenschnitten. Von traditionellen Motiven bis zu zeitgenössischen Werken zeigt sie die Vielfalt dieser jahrhundertealten Kunst und macht das Museum zugleich zum Schweizer Kompetenzzentrum für Scherenschnitt.

Der Scherenschnitt

Der Scherenschnitt ist tief in der Kultur des Pays-d’Enhaut verwurzelt und zählt zu seinen charakteristischsten Traditionen. Seit Generationen wird diese filigrane Kunst weitergegeben und bleibt bis heute lebendig.
Bei Ausstellungen, Workshops und Einführungskursen lässt sich die besondere Handwerkskunst selbst entdecken. Dabei treffen überliefertes Wissen und handwerkliches Können auf kreative, frische Perspektiven – eine faszinierende Verbindung von gelebtem Kulturerbe und moderner Kunst.

Die Klöppelspitze

Die Kunst der Klöppelspitze ist ein traditionsreiches Handwerk, das über viele Generationen hinweg zum Alltag im Pays-d’Enhaut gehörte. Mit Geduld, Fingerspitzengefühl und Präzision entstehen aus feinen Fäden kunstvolle, filigrane Spitzenmuster.
Bei Vorführungen und Workshops lässt sich dieses besondere Handwerk noch entdecken. Besucher können dabei nicht nur die kunstvolle Technik kennenlernen, sondern auch erleben, wie ein wertvolles Stück des regionalen Kulturerbes bis heute lebendig bleibt und von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Der Tavillon

Die feinen Holzschindeln, einzeln und mit grosser Sorgfalt verlegt, prägen seit Jahrhunderten das charakteristische Bild des Pays-d’Enhaut. Als schützende Hülle schmücken die Tavillons Dächer und Fassaden der traditionellen Chalets und verleihen ihnen ihren unverwechselbaren Charme.
Hinter jedem Tavillon steckt ein Stück alpiner Handwerkskunst. Mit Präzision und viel Geduld werden die Schindeln noch von wenigen erfahrenen Handwerkern gefertigt und verlegt. Das über Generationen weitergegebene Know-how macht die Tavillons zu einem lebendigen Symbol der authentischen Baukultur des Pays-d’Enhaut.

Die Forts de la Tine

Die Forts de la Tine enthüllen ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte des Pays-d’Enhaut. Zwischen wilden Schluchten und eindrucksvoller Natur zeugen die alten Verteidigungsanlagen von einer bewegten Vergangenheit. Ihre verstreuten Überreste machen den Spaziergang zu einer besonderen Entdeckungstour – ein Streifzug durch lokale Geschichte, Fantasiewelt und beeindruckende Landschaften.

Dorfrundgänge im Pays-d’Enhaut

Entdecken Sie drei Dörfer des Pays-d’Enhaut – Château-d’Œx, Rossinière und Rougemont – und lassen Sie sich vom Charme ihrer Gassen, den mit Schnitzereien verzierten Holzchalets und der einzigartigen Atmosphäre der Bergregion verzaubern.
Auf einer geführten Besichtigung erfahren Sie mehr über die Geschichte, Traditionen und das frühere Leben im Pays-d’Enhaut. Dabei entdecken Sie die Dörfer aus einer neuen Perspektive und erleben gleichzeitig die Schönheit ihrer alpinen Umgebung.

Balthus, sein Leben und sein Werk

Als zurückhaltender Künstler und tief mit dem Pays-d’Enhaut verbunden, hat Balthus Rossinière nachhaltig geprägt. Das Grand Chalet, in dem er viele Jahre lebte, ist bis heute ein Symbol seiner engen Beziehung zur Region.
Die Chapelle Balthus kann besichtigt werden und zeigt Werke, Erinnerungsstücke und Würdigungen, die sein künstlerisches Universum nachzeichnen. Im Sommer öffnet zudem sein Atelier die Türen und gewährt einen seltenen Einblick in seinen Schaffensraum – eine besondere Gelegenheit, der Sensibilität und Vorstellungskraft des Malers näherzukommen.